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Die Ausstellung von Ines Doujak beschäftigt sich mit den neokolonialen Praktiken der „Biopiraterie“, einem Aspekt von Wirtschaft und Gewalt im Zeichen der Globalisierung. Doujak verfolgt in ihrer Installation die Wege, auf denen natürliche Ressourcen von „Biodiversitäts“-Regionen des Südens durch transnationale Konzerne angeeignet, patentiert und vermarktet werden. Für einige Unternehmen erschließen sich hier neue Wirtschaftsparadiese, die auf der Nutzung tradierten Wissens aus tropischen und subtropischen Regionen basieren. Ines Doujak verweist dabei auch auf das Zusammenspiel der Konzerne mit Wissensproduzenten des Westens, etwa botanischen Gärten, deren Programm der Erforschung und Bewahrung von Natur sich zunehmend mit der Praxis ihrer genetischen Modifikation verbindet. Doujaks Installation geht der Frage nach, wie der ästhetisch-ethische Wert der „Vielfalt des Lebens“ zu einem Faktor der ökonomischen Wertschöpfung wird, deren monopolartige Resultate sich wiederum gegen diese Vielfalt wenden und dabei auch auf die lokalen Gemeinschaften einwirken, auf deren Wissen sie aufbauen.
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Schlebrügge.editior 2008 /// 160 Seiten /// 192 x 148 mm broschiert /// englisch, deutsch
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€18.50 BESTELLUNG |  |
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