Sophie Ristelhueber gehört zu Frankreichs bemerkenswertesten Künstlerinnen. Ihr großes Thema ist der Krieg.
Seit 1982 hat Ristelhueber für ihre Installationen, Ausstellungen und Bücher in Kriegsgebieten wie Beirut, Kuwait, Bosnien und dem Irak fotografiert und Spuren der Gewalt, die durch Kriegshandlungen auf der Erdoberfläche zurückgeblieben sind, aufgenommen. Die Landschaften erscheinen in Ausschnitten, verwüstet, verwundet, verlassen. Die Spuren der Geschichte wirken wie schlecht verheilte Narben, ein Motiv, das die Fotografin in ihrer Serie von menschlichen Körpern mit schweren Verletzungen wieder aufgreift.
Ristelhueber fokussiert nicht die geopolitische Bedeutung der verschiedenen Konflikte, vielmehr begreift sie die gegenwärtige Weltlage als Teil eines unaufhaltsamen Kreislaufs von Zerstörung und Rekonstruktion, der von der Erdoberfläche aufgezeichnet wird.
›Operations‹ gewährt mit mehr als 560 Abbildungen und ausführlichen Texten einen umfassenden Überblick über das Schaffen der Künstlerin und ihre auch konzeptionell außerordentlichen Ausstellungs- und Buchprojekte. Alle, die Gelegenheit hatten oder haben, Ristelhuebers Ausstellungen zu besuchen und ihre Bücher zu ›lesen‹, können sich glücklich schätzen. Für alle anderen ist dieses Buch.
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Thames & Hudson, 2009 /// 255 x 195 mm /// 448 pages /// with over 560 illustrations /// Hardcover with dustjacket /// English
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