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STEFAN HEYNE /// SPEAK TO ME         de | en

Stefan Heynes neues Buch heißt ›Speak To Me‹, die Bilder darin sprechen aber eine Sprache, deren Vokabular und Grammatik man sich nicht einfach draufschaffen kann. Erkennen kann ich nichts. Es gibt hell und dunkel, große und kleine Flächen, verschiedene Farben und die Übergänge.

Stefan Heyne ist nicht der einzige Fotograf, der Unschärfe als Stilmittel einsetzt und er selbst arbeitet auch schon lange damit. In früheren Arbeiten konnte man oft noch etwas erkennen, Gebäude, Räume, Gegenstände, Lichtquellen. Jetzt ist alles weg, Auch die Bildtitel, früher etwa ›Gebäude‹, ›Beleuchtung‹ oder ›Boote‹ sind Zahlen- und Buchstabenkombinationen gewichen.

Bei Stefan Heyne muss also jeder selbst sehen, wo er bleibt. Wenn aber ein Künstler über lange Zeit an seiner Position arbeitet und ohnehin schon schwer dechiffrierbare Bilder unlesbar macht, kann sich die Beschäftigung lohnen.

Sehr spannend finde ich, was der Künstler selbst zur Frage nach der Initialzündung sagt: ›Beim Segeln, als ich kein Land mehr gesehen habe. Der Ausschnitt wird zur Totalen und umgekehrt. und die Frage nach Vorder- und Hintergrund hatte sich auch erledigt.‹ Oder noch besser auf die Frage nach dem Höhepunkt: ›Als ich begriffen habe, dass Sehen und Denken das Gleiche ist.‹

Sehen und Denken kann man außer in diesem Buch noch bis zum 18. März 2012 im Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus.
 
HatjeCantz, 2012 /// 309 x 383 mm /// 72 pages /// 31 color illustrations /// Hardcover /// German/ English
 
€39.80
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